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» Die Chronik der Theatergruppe «

 

So begann's

 

M. Lawatsch

Als ich noch Abteilungsleiter Fußball war, schrieb ich ab und zu kleine Stücke und freute mich immer über alle, die ganz selbstverständlich die von mir zugeteilten Rollen lernten und spielten. Nachdem es in Schäftlarn keine Theatergruppe mehr gab, sammelte ich mir Damen und Herren, die die Courage hatten, vor einem Publikum zu spielen. Ein Stück war schnell gefunden, jetzt fehlte nur eine Bühne. Die Räumlichkeiten in unserem TSV-Vereinsheim ließen keine Bühnenaufbauten zu, dennoch glaubte ich fest daran, dass man hier spielen sollte. Das Gefühl gab mir Recht. Trotz herber Kritiken baute ich an unseren Neubau nach außen hin einen überdachten Holzbau mit dahinterliegendem Laufgang, in dem sich die Mitspieler aufhalten konnten, wenn sie auf ihren Auftritt warteten. Fünf Vorstellungen haben wir aufgeführt und alle waren ausverkauft.

Zur Bühne: Man schob rechts und links die Schiebetüren auf, die Bühnenbreite betrug ca. 4,50 m, die Tiefe ca. 3,20 m zuzüglich des bereits erwähnten 0,80 m breiten Laufgangs für die auf ihren Auftritt wartenden Künstler. Dabei darf man nicht vergessen, dass sich in der Bühnenmitte ein etwa 30 cm breiter Holzbalken befand, der umspielt werden musste und für die Zuschauer die Sicht stark beeinträchtigte. So ging es drei Jahre. Das Spielhäuschen aufbauen, wieder abbauen, jedesmal ein großer Akt. Alle Vorschläge, den störenden Holzbalken zu entfernen, schlugen fehl und wurden von unserem Architekten Siegfried Brückner völlig zu Recht immer wieder verworfen. Er wollte sich unseren schönen Zuschauerraum nicht durch irgendwelche Umbaumaßnahmen verunstalten lassen, die im Übrigen allesamt wohl auch viel Geld gekostet hätten.

Im 4. Jahr klickte es. Mit Siegfried Brückner besprach ich unsere Situation und gemeinsam kamen wir auf die Idee, seitlich einen neuen Raum anzubauen. Mit Zustimmung unseres TSV-Vorstands Peter Froschmaier und des Gemeinderats wurde das Vorhaben innerhalb kurzer Zeit verwirklicht. Es wurde ein neuer Raum geschaffen, in dem wir jetzt unsere Bühne aufstellen konnten und der auch mit einer neuen Ton- und Lichttechnik ausgestattet wurde. Die gesamte Theatergruppe ist damit seither sehr zufrieden.

Vielen Dank an alle, die uns dabei hilfreich unterstützten.

Michael Lawatsch

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