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» Die Chronik des Vereins «

Sportarten im TSV von damals bis heute

 

Neben der Gymnastik und dem Spiel wurde von der ersten Stunde an besonders das Geräteturnen an Reck, Barren und Pferd gepflegt. Kein Wunder, dass sich die Schäftlarner Turner schon bald in die Siegerlisten bei den Blomberg- und Taubenberg-Sportfesten eintragen konnten. Nach den ersten Sturm- und Drangzeiten folgten die eher »spielerischen« Sportarten. Es entstanden die Bereiche Faustball, Leichtathletik und Skifahren.

Im Jahre 1932 bildete sich eine ständige Fußballmannschaft. Sie war die Grundlage der Fußballabteilung, die 1934/35 zu einem festen Bestandteil des TSV wurde. Ferner wurde auch Handball, damals natürlich Feldhandball, gespielt.

Nachdem der Vereinssport in den Jahren 1939 bis 1945 weitgehend zum Erliegen gekommen war, wurde im Herbst 1947 der alte Sportplatz wieder stückweise in Betrieb genommen bzw. bespielbar gemacht. Neben dem Fußballspiel pflegte man wieder Handball und Faustball. Wie schon zur Gründungszeit stand den Turnern wieder der Kapuziner-Saal zur Ausübung ihrer Sportart zur Verfügung. Bereits in den damaligen Jahren wurde über die Notwendigkeit eines Turnhallenbaus heftig diskutiert.

Im Jahre 1956 erfolgte die Gründung der Schäftlarner Faschingsgesellschaft Sporthalla, die leider 1985 ihre Auftritte vornehmlich aus Kostengründen einstellen musste. Die Kindergarde existierte noch eine ganze Reihe von Jahren weiter; sie trat bis 2003/04 erfolgreich im Kinderfasching auf. Die vielfältigen Aktivitäten der Sporthalla über fast 30 Jahre hatten sich sehr positiv auf unser Vereinsleben ausgewirkt.

In den 70er Jahren gründete Michael Gebauer eine Motor-Sport-Gruppe, die 10 Jahre lang zum Vereinsleben beitrug, sich dann aber u.a. auch aufgrund des wachsenden Umweltbewußtseins auflöste.

1972 bewegte sich auch der TSV Schäftlarn auf olympischen Spuren. Das in Athen entzündete olympische Feuer wurde auf seinem weiten Weg in das Münchner Olympiastadion von Läufern des TSV von Ebenhausen bis nach Baierbrunn getragen.

Der im darauf folgenden Jahr beschlossene Turnhallenbau in der Gemeinde Schäftlarn führte dazu, dass alleine 1973 drei neue Sparten im TSV gegründet werden konnten: die Basketball-, die Tischtennis- und die Volleyball-Abteilung.

In der Zeit 1979/1980 konnten weitere Abteilungen innerhalb des TSV Schäftlarn ins Leben gerufen werden: die Stockschützen-, die Tennis- und die Breitensport-Abteilung. Das rege Interesse an diesen Sportarten ließ die Zahl der Vereinsmitglieder auf über 1.000 anwachsen. Es wurden auch Skirennen, und zwar in Gaißach bei Bad Tölz und am Gerlosstein im Zillertal, organisiert. Häufigerer Schneemangel führte jedoch später zu einer rückläufigen Beteiligung und schließlich im Jahre 1991 zu einem Ende dieser Vereinsaktivität. Auf die Zahl der Mitglieder wirkte sich dies jedoch nicht negativ aus, im Gegenteil das breite Sportangebot des Vereins führte zu einer kontinuierlich weiter steigenden Mitgliederzahl, die allerdings in den letzten beiden Jahren wieder leicht sank; sie betrug Mitte 2011 1.240, davon 507 Jugendliche. Mehrfach wurden in einzelnen Jahren zum besseren Kennenlernen der Mitglieder aus den verschiedenen Abteilungen untereinander sportliche Sechs-Kämpfe durchgeführt.

Die jährliche Advents- und Weihnachtsfeier des TSV Hauptvereins wurde mit verschiedenen musikalischen Darbietungen und Umrahmungen – von der Blasmusik und der Stub'n-Musi über Gitarren-Musik bis zu Einlagen zweier Solisten der Münchner Philharmoniker mit Querflöte und Gitarre – sowie Kindertheater-Aufführungen und natürlich der »Leviten-Lesung« vom Nikolaus für alle Sportler und deren Betreuer durchgeführt; unter oft tatkräftiger Begleitung des Krampus, und das schon seit vielen Jahren. Sie findet bis heute als übergreifende Veranstaltung zusätzlich zu den Abteilungsfeiern regen Zuspruch bei den Mitgliedern, besonders natürlich bei vielen Kindern durch die Verteilung von »süßen Tüten«. Seit 1972 organisiert der TSV alljährlich für alle interessierten Gemeindebürger und deren Kinder einen Nikolausdienst. Dem Initiatior Wolfgang Zeh und seinen vielen freiwilligen Helfern gilt hierfür besonderer Dank, seit einigen Jahren führt Rosi Rathmann diese Initiative fort. Die hieraus erzielten Einnahmen-Überschüsse fließen anteilig den mithelfenden Abteilungen für deren Jugendarbeit zu.

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